Donnerstag, 21. Mai 2015

Ab ins Outback

Nach einer kurzen Nacht wurde ich am Mittwochmorgen um 6 Uhr am Hostel abgeholt. Nachdem wir die 12 andere Backpacker eingesammelt hatten, ging die Tour über den längsten Highway Australiens (3000km von Darwin bis Adelaide)  Richtung Alice Springs (liegt ziemlich in der Mitte Australiens).
Unseren ersten Stop machten wir an den Edith Falls, wo wir ein bisschen unter dem Wasserfall schwimmn konnten.
Weiter ging es dann über Katherine, wo wir uns im Supermark etwas für Lunch besorgen konnten. Eine Stunde später kamen wir an den "Bitter Springs" in Mataranka an, wo wir uns im sehr warmen und klarem Fluss eine Stunde lang treiben lassen konnten bis die Fahrt weiter ging. 
Gegen Abend kamen wir dann in Daily Waters an, wo der älteste und einer der bekanntesten Outbackpub Northern Australians ist, welcher für viele ältere, einheinmische Reisende wie eine Pilgerstette ist. In diesem Pub bekamen wir dann Abend sehr leckere Burger, bevor wir alle früh ins Bett gingen.
Denn am nächsten Morgen ging es schon um 5.00 Uhr los. Da es noch dunkel war, waren natürlich auch einige Tiere noch aktiv, sodass alle von einem Känguru geweckt worden, welches vor unseren Bus sprang. Unser Fahrer meinte daraufhin nur "habs am Kopf getroffen, schneller kann es nicht sterben, hoffe es ist jetzt zufrieden". 
Den einzigen Stop machten wir heute bei den "Devil Marbles", vielen großen Steinen, welche über 1.700 Millionen Jahren durch Absacken der Erdschicht entstanden sind.
Danach fuhren wir noch 400 km weiter, bis wir dann abends endlich in Alice Springs angekommen sind. Auf den Weg dahin haben wir noch einiges über die Geschichte, Kultur und Entstehung bestimmter Dinge in der Umgebung gelernt. 
Morgen früh geht dann die 3 Tagestour um 6 Uhr zum Ayers Rock los. 








Dingo

Montag, 18. Mai 2015

Litchfield, Adelaide River und Ende

Montag verbrachten wir den ganzen Tag im Litchfield Nationalpark, in dem es Termitemhäuser gab (große Ameisenhaufen) und viele Wasserfälle. Hat uns deutlich besser als der Kakadu NP gefallen.
Der letzte Tag wurde doch etwas stressiger als gedacht. Um 7 Uhr klingelte der Wecker und los ging es mit packen, frühstücken und los fahren. Denn es ging zur Adelaide River Cruise. Klingt wie eine Renter-Boots-Tour, war es aber nicht. Um 9 Uhr ging es pünktlich auf das Boot und los ging die gemütliche Fahrt. Nach nur 5 Minuten sahen wir schon das erste Krokodil. Ein zwei Meter langes Ding tümmelte sich durch Fluss zu uns, bis es Gefallen an dem Stück Fleisch an dem Stab des Fahrers fand und immer wieder hoch in die Luft sprang, um dieses Stück zu bekommen. Nach ein paar Versuchen schnappe das halb aus dem Wasser stehende Krokodil dieses auch. Also fuhren wir ein Stück weiter, das uns der Guide ein großes Krokodil zeigen wollte. Leider fanden wir nur zwei kleinere (wieder über zwei Meter), welche wieder langsamer, als gedacht, aus dem Wasser sprangen, um das Stück Fleisch zu erlangen. Begeistert von den "normal großen" Krokodilen fuhren wir etwas enttäuscht zurück Richtung Anlegestelle.
Doch vorbei an der Anlegestelle ging es weiter das große Korkodil suchen. Nach kurzer Zeit fanden wir dieses 5.5 Meter riesen Ding, was gefährlich nahe an das Boot ran kam und sich mit dem halbem Oberkörper aus dem Wasser streckte.
Nach diesem gigantischem Krokodil, sahen wir noch ein 20 cm kleines Babykrokodil, welches ziemlich harmlos war, sich aber keiner traute seine Hand nach diesem auszustrecken, da keiner wusste, wo sich die Mutter versteckt. 
Nachdem wir also von klein bis übergroß alles gesehen hatten, ging es weiter Richtung Darwin. Gar nicht so einfach eine Waschstraße für 2.5 Meter große Fahrzeuge zu finde. Um 12.30 fanden wir jedoch eine, wuschen, saugten und putzten das Auto im Akkord und konnten pünktlich um 13 Uhr unseren "Dudong" bei der Vermietung abgeben.
Den Abend verbrachten wir noch zusammen mit 4l Goon (billiger Weißwein, verpackt in Boxen) und viel Spaß. Morgen geht es weiter in das Outback.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Theresa und Svenja für einen tollen, lustigen und spannenden Roadtrip! War echt eine super Trip mit euch!















Kakadu Nationalpark

Nach 3 Tagen Autofahrt kamen wir Freitagabend endlich am Kakadu NP an. Wir hatten uns vorher schon einen kostenlosen Platz rausgesucht, wo wir in der Nacht stehen wollten, doch da es überall qualmte und ein paar Meter weiter immer wieder kleine Waldbrände waren, fuhren wir lieber ein Stück weiter zu einem richtigen Campingplatz, um etwas sicherer zu sein. Laut dem Besitzer sei das Feuer absichtlich gewesen, um die Schlangen zu vertreiben. Für uns sah das ganze aber recht unkontrolliert aus.
Nächsten Tag verbrachten wir dann im Nationalpark, welcher schön war, aber uns nicht all zu sehr begeisterte. Gegen Abend ging es dann zu einem anderen Platz zum schlafen, wo ich die schlimmste Nacht in Australien verbrachte. Ich hab noch nie sooooo viele Mücken gesehen, gehört und gespührt, sodass wir alle kaum schlafen konnten, da es zu dem auch noch extrem warm in unserem Van war. Sonntag machten wir noch einen Walk, wo man alte Felsmalerei sehen konnte und fuhren dann weiter Richtung Litchfield NP.







umgeknickter Baum versperrt die Straße auf dem Rückweg

Donnerstag, 14. Mai 2015

Aufofahren in Australien

Neben dem Fahren auf der anderen Seite, die für mich schon total normal ist, unterscheiden sich die australischen Straßen doch in noch mehr als in diesem Punkt von den deutschen.
Wenn man das Wort "Highway" ins deutsche übersetzt, findet man oft die Bedeutung "Autobahn". Denkt man an die deutschen Autobahnen kommen einen viele Sachen in den Kopf: oft keine Geschwindigkeitsbegrenzung, Baustellen, Stau, Überholen,...
Das hat jedoch fast alles nichts mit den australischen Highways zu tun. Hier gibt es kilometerweit geradeaus laufende lange Straßen, auf denen man mit höchstens 110 km/h aufpassen muss nicht einzuschlafen.
Wenn dann plötzlich ein 50 Meter langer Roadtrain entgegen wackelt das ganze Auto und zwischen beiden Fahrzeugen ist nur wenig Platz, da die Straßen oft sehr schmal sind und die Highways nur einspurig sind. An der Ostküste gibt es alle paar Kilometer noch eine Überholspur, diese fällt im Westen einfach weg, da hier eh weniger Autos vorbei kommen. Das hat allerdings auch was gutes, denn so grüßen sich alle entgegenkommende Fahrer. Wer motiviert ist hebt die Hand, die Faulen spreizen einfach ein bis zwei Finger vom Lenkrad ab.
Spannend wird es dann, wenn einem ein blinkendes Auto mit einem "Oversize"-Warnschild entgegen kommt. Dann wird es höchste Zeit sich so weit wie möglich am linken Fahrbandrand zu halten, denn der auf das Warnschild folgt ein Truck mit Überbreite, die zum Teil ganze Häuser transportieren. Einmal mussten wir sogar komplett von der Straße runter und kurz neben der Straße warten.
Spaßig wird es auch wenn wieder die nächste Tankstelle kommt. Da braucht man garnicht überlegen, ob man bis zur nächsten fährt oder nicht. Die nächste kommt nämlich meistens erst so 300 km später. Dementsprechend sind auch die Preise bis zu 50 cent höher als in Großstädten wie Sydney, Melbourne, Perth,... Auf Anzeigetafeln, die den Preis angeben, wird komplett verzichtet, da man ja eh keine Wahl hat und bessee tankt, um nicht auf der Hälfte liegen zu bleiben. Denn dann wird das Abschleppen verdammt teuer. Das ist auch der Grund, warum man immer wieder im Gebüsch alte Autos sieht. Diese sind so wenig wert, dass die Besitzer einfach das Kennzeichen abbauen und schnell verschwinden.
In der Dunkelheit sollte man das Fahren hier generell vermeiden, wenn man keinen Bullfänger vor der Motorhaube installiert hat und keine Lust hat sein eigenes Essen zu erlegen. Aber selbst tagsüber kann es vorkommen, dass ein Känguru eine Mutprobe bestehen muss und langsam über die Straße hoppelt. Die Überreste findet man dann des öfteren am Straßenrand. Im Nordwesten und Norden kommen zu den Kängurus noch fette Kühe, die denken, dass das Gras auf der anderen Straßenseite besser sind und mal eben die Straße überqueren, was wir gerade eben hatten, aber noch früh genug bremsen konnten. Auch diese liegen dann neben den Straßen mit gespreizten Beinen auf den Rücken und warten darauf von fetten Vögeln verdaut zu werden.
Will man in der Regenzeit irgendwo hinkommen, kann es passieren, dass dies nicht möglich ist, da Straßen überflutet sind. In der Trockenzeit hingegen können Waldbrände ganze Gegenden unpassierbar und vorallem unbewohnbar machen. Beides habe ich zum Glück nicht erlebt.
Da es kein Radio zwischen den Städten gibt, hören wir meistens die Musik vom Handy, doch die kann man bei den langen Fahrten dann auch irgendwann mitsingen.
In diesem Sinne: Noch 1000km dann sind wir morgen in Darwin. Gegen Nachmittag werden wir den Bundestaat wechseln und mit dem Wechsel von Westernaustralian (WA) ins Northern Territory (NT) wechseln wir auch wieder die Zeitzone und haben es von einer auf die andere Minute 1.5 Stunden später, also 7.5 Stunden früher als in Deutschland. Wusste bis vor kurzen noch nicht mal das es halbe Stunden Zeitverschiebung gibt.




Beim Überholen eines Roadtrains






Auf dem Weg in ein Nationalpark



Mittwoch, 13. Mai 2015

Broome

Sonntag ging dann unsere Reise vom Karijini NP tatsächlich weiter. Dieses Mal sogar ohne stecken zu bleiben. Gegen Nachmittag kamen wir in Karratha an, einer kleinen unbedeutenden Stadt, wo nichts los ist. Aber wir mussten mal wieder einkaufen und bei Svenjas Gastfamilie vorbei ihre letzten Sachen abholen. Abends konnten wir auf der Einfahrt von einer australischen Freundin schlafen, die sie dort kennengelernt haben. Wir bekamen sogar noch Abendessen und morgens Frühstück und durften unsere Kleidung waschen.
Montagmorgen standen wir um 7 Uhr auf, da wir bis Broome durchfahren wollten. (ca. 800km). Passend zum Sonnenuntergang kamen wir abends in Broome am Cable Beach an. Einer der bestens Stellen in Australien, um einen tollen Sonnenuntergang zu sehen. Den Namen hat der Strand übrigens daher, da von dort aus durch den Indischen Ozean Kabel bis nach Java gehen, um Australien mit Asien und Europa zu verbinden.
Am nächsten Tag gingen wir morgens ein bisschen durch die schöne Stadt, dessen Stadtkern Chinatown ist und legten uns danach an den Cable Beach. Das Meer war hier 26 Grad warm! Nachmittags ritten wir eine halbe Stunde auf einem Kamel am Strand entlang und guckten uns noch einmal den Sonnenuntergang an und tranken abends noch ein billigen Wein.
Jetzt sitzen wir wieder im Auto und fahren in zweieinhalb Tagen bis Darwin hoch, was ca. 1900km sind. Dazwischen kommt leider nichts, was man mit unserem Auto erkunden kann.